Der erzieherische Kinder- und Jugendschutz unterstützt Kinder, Jugendliche und ihre Familien dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und sicher sowie selbstbestimmt mit den Herausforderungen des Alltags umzugehen.
Durch Information, Beratung und präventive Angebote werde junge Menschen in ihrer Kritik- und Entscheidungsfähigkeit sowie ihrer Eigenverantwortung gestärkt. Gleichzeitig erhalten Eltern und andere Erziehungsberechtigte Unterstützung, um Kinder und Jugendliche vor gefährdenden Einflüssen zu schützen und sie in ihrer Entwicklung zu begleiten.
Die Themen reichen unter anderem von Mediennutzung und Suchtprävention bis hin zu Gewaltprävention, sexualisierter Gewalt und der Stärkung von Lebenskompetenzen.
Die Pubertät ist eine besondere Lebensphase, in der sich Kinder zu jungen Erwachsenen entwickeln. Sie ist geprägt von körperlichen Veränderungen – vor allem der Ausreifung der Geschlechtsorgane –, aber auch neuen Herausforderungen, Erwartungen und Aufgaben. Oft ist es eine Zeit des Ausprobierens und Herantastens an das Erwachsensein. Die Pubertät verläuft aber nicht für alle gleich: Für manche beginnt sie früher, für andere später. Manche empfinden sie als sehr schwierige Zeit, andere weniger.
Manche setzen sich auch mit ihrer sexuellen Orientierung auseinander. Sie überlegen welchem Geschlecht sie sich zugehörig fühlen und wen sie mögen. Das ist ein normaler Teil der Entwicklung. Dabei wünschen sich Jugendliche Verständnis und Akzeptanz.
Eltern können unterstützen, indem sie offen zuhören, Fragen ernst nehmen und ihre Kinder respektvoll begleiten. Vertrauen und Gespräche helfen, Unsicherheiten zu bewältigen und die eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Klare Regeln geben Sicherheit. Gleichzeitig ist es wichtig, den Jugendlichen Schritt für Schritt mehr Verantwortung zu übertragen. So können Jugendliche ihre Persönlichkeit entwickeln und selbstbewusst erwachsen werden.
Ziel des Fachbereiches Kinder, Jugend, Familie ist es präventiv, beratend und inklusiv zu unterstützen. Dabei sollen Teilhabe und Schutz stärker im Mittelpunkt stehen. In folgenden Bereichen werden Kinder und Familien sowie junge Menschen durch die Sozialen Dienste begleitet. Erziehungsberechtigte oder junge volljährige Personen können verschiedene Hilfen zur Unterstützung erhalten.
Die Sozialen Dienste teilen sich wie folgt auf:
Bezirkssozialdienst (BSD)
Teilhabe junger Menschen (TjM)
Pflegekinderdienst (PKD)/ Adoptionsvermittlung
Jugendhilfe im Strafverfahren
Ihre Anfragen gehen im Geschäftszimmer der Sozialen Dienste ein und werden entsprechend weitergeleitet.
Viele junge Menschen freuen sich darauf, endlich Auto fahren zu dürfen.
Mit dem “Begleiteten Fahrens ab 17” kann man den Führerschein der Klassen B und BE bereits mit 17 Jahren machen. Bis zum 18. Geburtstag darf man aber nur mit einer eingetragenen Begleitperson Auto fahren.
Die Jugendsozialarbeit ist ein verlässlicher Anker für junge Menschen an der Schwelle zum Erwachsenwerden. Das Ziel ist es, soziale Benachteiligungen abzubauen und individuelle Hürden gemeinsam zu überwinden. Es wird dort unterstützen, wo Hilfe gebraucht wird – vertraulich, freiwillig und lösungsorientiert. Kurz gesagt: Wir begleiten junge Menschen dabei, ihr Leben selbstbestimmt und erfolgreich zu gestalten.
Außerschulische Jugendbildung
Mit dem Jugendhof Idingen verfügt der Heidekreis über eine vorbildlich ausgestattete Bildungsstätte, die Kindern und Jugendlichen eine Vielzahl von Angeboten der kreativen, politischen, sozialen, gesundheitlichen, kulturellen, naturkundlichen und technischen Bildung anbietet. Ausgerichtet an den Methoden der Jugendarbeit stoßen diese Angebote auf eine breite Resonanz und erfreuen sich großer Beliebtheit.
Jugendsozialarbeit
An den Schnittstellen des Bildungs- und Beschäftigungssystems entstehen häufig „Lücken“, in die junge Menschen geraten können – etwa durch Schulabsentismus, einen fehlenden Abschluss oder beim Übergang aus der Jugendhilfe (Care Leaver). JUGEND STÄRKEN fungiert dabei als Bindeglied: Angebote und Akteure aus Schule, Arbeitsförderung und Jugendhilfe werden rechtskreisübergreifend vernetzt, um individuelle Lösungen dort zu ermöglichen, wo reguläre Wege enden.
Jugendwerkstatt “TuWat”
Eine Einrichtung für arbeitssuchende Jugendliche und junge Erwachsene zum Ausgleich sozialer Benachteiligungen beim Übergang von der Schule ins Berufsleben. Zur Zielgruppe gehören junge Menschen, (15 bis 27 Jahre) aus dem gesamten Landkreis Heidekreis, die aufgrund ihrer schulischen und persönlichen Situation zunächst kaum eine Chance haben, in den Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt integriert zu werden. Das “Tu Wat” versteht sich als Einrichtung für arbeitslose junge Menschen, die bereit sind, an ihrer Situation etwas zu verändern.
Manche Kinder kommen mit einer Erkrankung oder Behinderung zur Welt. Andere entwickeln besondere Unterstützungsbedarfe erst in den ersten Lebensjahren. Die Ursachen können sehr unterschiedlich sein.
Frühförderstellen bieten Beratung, Förderung und Begleitung für Kinder und ihre Familien. Dort arbeiten Fachkräfte aus verschiedenen Bereichen, zum Beispiel Medizin, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Psychologie und Heilpädagogik. Die Förderung kann die Bewegung, Sprache, Wahrnehmung, Kommunikation und Selbstständigkeit Ihres Kindes unterstützen.
Je nach Alter und Bedarf gibt es weitere Hilfen, zum Beispiel inklusive oder heilpädagogische Kindertagesbetreuung, Unterstützung in der Schule oder andere Leistungen zur Teilhabe.
Benötigt Ihr Kind wegen einer Erkrankung oder Behinderung dauerhaft mehr Pflege als andere Kinder gleichen Alters, können Sie einen Pflegegrad bei der Pflegekasse beantragen. Die Pflegekasse gehört zu ihrer Krankenkasse. Über den Antrag entscheidet der Medizinische Dienst nach einer Begutachtung.
Unterstützung im Vorschulalter
Unterstützung im schulpflichtigen Alter
Gut zu wissen:
Je nach Unterstützungsbedarf können Anträge bei verschiedenen Stellen notwendig sein, zum Beispiel bei der Pflegekasse, der Krankenkasse oder dem zuständigen Sozial- und Jugendhilfeträger. Ein Antrag ist zunächst eine ergebnisoffene Prüfung des individuellen Unterstützungsbedarfs Ihres Kindes. Erst danach wird entschieden, ob und welche Hilfen oder Leistungen gewährt werden.
Für die Beantragungen von Leistungen der Eingliederungshilfe nutzen Sie vorrangig die digitale Antragstellung.
Viele Abhängigkeiten beginnen mit einmaligem oder gelegentlichem Ausprobieren- aus Neugier, Gruppendruck oder Langeweile. Bliebt der Konsum oder das Verhalten nicht bei einer Ausnahme, kann daraus eine Gewohnheit entstehen. Mit der Zeit steigt das Risiko, die Kontrolle zu verlieren und immer häufiger zu konsumieren oder zu spielen. Das gilt sowohl bei Cannabis und anderen Drogen als auch für Verhaltensweisen wie exzessives Gaming. Was harmlos beginnt, kann sich schleichend zu einer Abhängigkeit entwickeln und den Alltag, die Gesundheit und soziale Beziehungen erheblich beeinträchtigen.
Alkohol, Zigaretten, Vapes und andere nikotinhaltige Produkte gehören zu den am häufigsten konsumierten Suchtmitteln im Jugendalter. Viele Jugendliche kommen über Freundeskreis, soziale Median oder Werbung früh mit diesen Produkten in Kontakt.
E-Zigaretten sind elektronische Zigaretten. Statt Tabak wird darin eine Flüssigkeit, die man als „Liquid“ bezeichnet, erhitzt. Den dabei entstehenden Dampf inhalieren die Konsumentinnen und Konsumenten. Diesen Vorgang bezeichnet man als dampfen oder vapen. E-Zigaretten werden auch Vaporizer – kurz Vapes – genannt. Viele Raucherinnen und Raucher verwenden E-Zigaretten als vermeintlich weniger schädliche Alternative zum Tabakrauchen. Dabei werden die gesundheitlichen Risiken häufig unterschätzt.
Eltern spielen eine wichtige Rolle in der Prävention. Offene Gespräche, klare Regeln und ein vertrauensvoller Austausch helfen Kinder und Jugendlichen, Risiken besser einzuschätzen und selbstbewusste Entscheidungen zu treffen. Auch ein verantwortungsvoller Umgang der Eltern mit Alkohol und Nikotin wirkt präventiv.
Nach dem Jugendschutzgesetz gilt:
Tabak und Vapes:
Verkauf, Abgabe und Konsum sind für Personen unter 18 Jahren verboten.
Bier, Wein und Sekt:
Abgabe und Konsum sind erst ab 16 Jahren erlaubt.
Spirituosen, Alkopops:
Hochprozentige alkoholische Getränke sowie alkoholhaltige Mixgetränke dürfen erst an Personen ab 18 Jahren abgegeben werden.
Das erste eigene Geld ist für viele Kinder- und Jugendliche ein wichtiger Schritt in Richtung Selbstständigkeit. Der richtige Umgang mit Geld will gelernt sein. Taschengeld, Geldgeschenke oder der erste Nebenjob bieten Jugendlichen die Chance, Verantwortung zu übernehmen und den Wert von Geld kennenzulernen. Regelmäßiges Taschengeld hilft dabei, Ausgaben zu planen, auf größere Wünsche zu sparen und eigene Entscheidungen zu treffen.
Tipps:
Kinder und Jugendliche brauchen Freiräume, um sich zu entwickeln. Gleichzeitig geben Regeln und Grenzen Sicherheit, Orientierung und Schutz. Im Familienalltag entstehen häufig unterschiedliche Meinungen dort, wo unterschiedliche Bedürfnisse aufeinander treten- beispielsweise bei
Für Kinder und Jugendliche ist es wichtig, schrittweise mehr Freiräume zu erhalten. Eltern stehen dabei vor der Aufgabe, altersgerechte Entscheidungen zu ermöglichen und gleichzeitig Risiken einzuschätzen. Damit Freiheit und Grenzen gut zusammenpassen, helfen einige Grundsätze:
Digitale Medien sind heute ein selbstverständlicher Bestandteil des Alltags von Kindern und Jugendlichen. Sie bieten viele Chancen: Sie ermöglichen den Zugang zu Wissen, fördern Kreativität, schaffen Möglichkeiten für Lernen, Unterhaltung und soziale Kontakte.
Herausforderungen im Familienalltag:
Was Familien unterstützen kann:
Viele Kinder und Jugendliche stehen heute unter großem Druck. Schule, Noten, Ausbildung, Familie, Freundschaften und soziale Medien können belasten. Manche vergleichen sich ständig mit anderen oder haben Angst, nicht gut genug zu sein. Auch Mobbing, Streit, Einsamkeit oder Sorgen um die Zukunft können die psychische Gesundheit beeinflussen.
Woran erkenne ich, dass es mir oder anderen nicht gut geht?
Wenn du diese Anzeichen bei dir oder einer anderen Person bemerkst, sprich mit jemandem, dem du vertraust- zum Beispiel mit deinen Eltern, einer Lehrkraft, einer Schulsozialarbeiterin oder einem Schulsozialarbeiter oder einer anderen Vertrauensperson. Je früher man Hilfe sucht, desto besser kann man herausfordernde Zeiten gemeinsam bewältigen.
Soziale Kompetenzen helfen dabei, gut miteinander umzugehen und Mobbing zu verhindern.
Mit dem Schuleintritt und während der Jugendzeit verändern sich die Anforderungen an den Familienalltag. Berufliche Verpflichtungen, feste Schulzeiten, Unterrichtsvor- und nachbereitung, Freizeitaktivitäten und Arzttermine müssen miteinander koordiniert werden. Gleichzeitig wünschen sich Kinder und Jugendliche Zeit für Gespräche, gemeinsame Erlebnisse und die Begleitung bei schulischen, sozialen und persönlichen Herausforderungen.
Eltern stehen dabei häufig vor der Aufgabe, den unterschiedlichen Bedürfnissen aller Familienmitglieder gerecht zu werden. Eine gute Balance gelingt nicht immer problemlos. Umso wichtiger sind verlässliche Strukturen, gegenseitige Unterstützung und alltagstaugliche Lösungen.