Von den ersten Anzeichen bis zur Geburt verändert sich in der Schwangerschaft viel. Über die folgenden Links finden Sie wichtige Informationen zu allen wichtigen Phasen.
Wichtig: Melden Sie sich möglichst früh in der Schwangerschaft bei einer Hebamme an. Manchmal gibt es nicht genug freie Plätze für alle Frauen.
Nicht jede Schwangerschaft ist geplant. Wenn Sie schwanger sind und unsicher sind, wie es weitergehen soll, können Sie sich beraten lassen. Dafür gibt es viele Schwangerschaftsberatungsstellen.
Eine ungewollte Schwangerschaft kann viele Gründe haben und zu Problemen führen, zum Beispiel:
Sie haben Anspruch auf eine vertrauliche und kostenlose Beratung.
Ob Sie die Schwangerschaft fortsetzen möchten oder nicht, entscheiden Sie selbst. Niemand darfs Sie zu etwas drängen oder unter Druck setzten.
Den Mutterpass erhalten Sie von Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt, sobald die Schwangerschaft festgestellt wurde. Der Mutterpass enthält wichtige Informationen über die Gesundheit und die Entwicklung Ihres Kindes. Dazu gehören zum Beispiel:
Die Informationen helfen Ärztinnen, Ärzten und Hebammen bei der Betreuung während der Schwangerschaft, bei der Geburt und in Notfällen.
Tragen Sie den Mutterpass deshalb möglichst immer bei sich. Bewahren sie ihn auch nach der Geburt gut auf. Die Informationen können bei späteren Schwangerschaften wichtig sein.
Das Mutterschutzgesetz schützt schwangere und stillende Frauen, die arbeiten- zum Bespiel in Vollzeit, Teilzeit oder in ihrem Minijob. Für Schülerinnen und Studierende gelten besondere Regeln.
Der Mutterschutz soll:
Damit Ihr Arbeitgeber die Schutzvorschriften beachten kann, sollten Sie ihn über Ihre Schwangerschaft informieren.
Seit 2025 gibt es auch nach der Fehlgeburt ab der 13. Schwangerenwoche Mutterschutz.
Die Schutzfrist beträgt:
Während dieser Zeit müssen Sie nicht arbeiten. Wenn Sie möchten, können Sie sich aber ausdrücklich dafür entscheiden, weiterzuarbeiten.
Während der Schwangerschaft haben Sie Anspruch auf regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen. Sie finden in der Regel bis zur 32. Schwangerschaftswoche alle vier Wochen und danach alle zwei Wochen statt. Sie können die Vorsorge bei einer Frauenärztin, einem Frauenarzt oder einer Hebamme durchführen lassen. Hebammen begleiten gesunde Schwangerschaften selbständig. Die Ultraschalluntersuchungen erfolgen in der Regel in einer Arztpraxis. Alle Ergebnisse werden im Mutterpass eingetragen.
Ihr Arbeitgeber muss Sie für notwendige Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft freistellen, wenn diese während der Arbeitszeit stattfinden müssen. Sie erhalten für diese Zeit weiterhin Gehalt. Ihnen dürfen dadurch keine Nachteile entstehen.
Zu den Untersuchungen gehören zum Beispiel:
Tipps für eine gesunde Schwangerschaft
Wichtig: Melden Sie sich möglichst früh in der Schwangerschaft bei einer Hebamme an. Manchmal gibt es nicht genug freie Plätze für alle Frauen.
Eine Hebamme begleitet Sie während der Schwangerschaft, bei der Geburt und im Wochenbett. Bei Schwangerschaftsbeschwerden wie Übelkeit, Schmerzen, Ängsten oder vorzeitigen Wehen ist Ihre Hebamme für Sie da. Bei Bedarf arbeitet Sie mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt zusammen.
Hebammen können viele Vorsorgeuntersuchungen durchführen und im Mutterpass dokumentieren. Dazu gehören zum Beispiel:
Geburtsvorbereitung
In einem Geburtsvorbereitungskurs bereiten Sie ich auf die Geburt und die erste Zeit mit Ihrem Kind vor. Auch Ihre Partnerin oder Ihr Partner kann teilnehmen. Ob die Kosten übernommen werden, hängt von der Krankenkasse ab.
Geburt
In der Zeit nach der Geburt, auch Wochenbett genannt, unterstützt Sie Ihre Hebamme zu Hause. Sie hilft bei der Erholung nach der Geburt, bei der Pflege Ihres Babys sowie beim Stillen oder der Ernährung. Die Kosten übernimmt in der Regel die Krankenkasse.
Auch Rückbildungskurse werden von Hebammen angeboten und von den gesetzlichen Krankenkassen meist bezahlt.
Wichtig: Melden Sie sich möglichst früh in der Schwangerschaft bei einer Hebamme an. Manchmal gibt es nicht genug freie Plätze für alle Frauen.
Die Nachricht, Vater zu werden, kann viele Gefühle auslösen. Manche freuen sich sehr, andere sind unsicher oder haben viele Fragen. Das ist ganz normal. Die Schwangerschaft und die Geburt eines Kindes verändern das Leben der ganzen Familie.
Vaterschaft anerkennen
Für ein Kind ist es wichtig, dass die rechtliche Vaterschaft geklärt ist. Sind die Eltern bei der Geburt nicht miteinander verheiratet, muss der Vater die Vaterschaft anerkennen. Die Mutter muss der Anerkennung zu stimmen.
Die Vaterschaft kann schon vor der Geburt anerkannt werden. Das ist kostenlos möglich:
Die Anerkennung muss öffentlich beurkundet werden.
Eine gesunde Lebensweise in der Schwangerschaft ist besonders wichtig. Sie unterstützt Ihre Gesundheit und die Entwicklung Ihres Kindes. Mit einer ausgewogenen Ernährung, ausreichend Bewegung und Erholung können Sie viel für sich und Ihr Baby tun. Auf Alkohol, Nikotin und andere Drogen sollten sie während der Schwangerschaft vollständig verzichten.
Ein Geburtsvorbereitungskurs hilft Ihnen, sich auf die Geburt und die erste Zeit mit Ihrem Kind vorzubereiten. Sie erhalten wichtige Informationen und praktische Tipps. Das kann Ängste und Unsicherheit verringern.
Sie können einen Kurs allein oder gemeinsam mit Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner besuchen. Es gibt Abend-, Wochenend- und Kompaktkurse. Einige Kurse werden auch online angeboten.
Themen im Kurs sind zum Beispiel:
Melden Sie sich möglichst früh für einen Geburtsvorbereitungskurs an. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für den Geburtsvorbereitungskurs der Schwangeren. Die Kosten für die Begleitperson werden von einigen Krankenkassen ganz oder teilweise erstattet.
Vor und nach der Geburt gibt es einige Anträge und Formalitäten zu erledigen.
Vor der Geburt und je nach persönlicher Situation:
Nach der Geburt
Nehmen Sie sich nach der Geburt Zeit für Ihre Erholung und Ihr Baby. Wenn Sie Unterstützung benötigen, kann eine vertraute Person viele Behördengänge mit einer schriftlichen Vollmacht für Sie erledigen. Viele Anträge können online gestellt werden.
Werdende Eltern werden oft mit vielen Produkten für Babys angesprochen. Für den Start brauchen Sie jedoch nur das Wichtigste.
Kleidung (für die ersten Wochen reicht meist Größe 56-62)
Sie benötigen zum Beispiel:
Schlafen
Für einen sicheren Schlaf sollte Ihr Baby im eigenen Bettchen auf dem Rücken schlafen. Kissen, Decken, Nestchen und Kuscheltiere gehören nicht ins Babybett.
Wickeln & Pflege
Für die Pflege gilt: Weniger ist mehr. Klares Wasser reicht meist aus. Badezusätze und viele Pflegeprodukte sind in den ersten Wochen nicht nötig. Eine Wundschutzcreme wird nur bei geröteter Haut benötigt.
Unterwegs
Stillen oder Flaschennahrung
Gut zu wissen
Jedes Jahr entscheiden sich in Deutschland viele Familien für eine Geburt zu Hause oder in einem Geburtshaus. Mehr als 10.000 Kinder kommen jedes Jahr außerklinisch zur Welt.
Eine Hausgeburt oder eine Geburt im Geburtshaus ist möglich, wenn die Schwangerschaft normal verläuft und keine besonderen Risiken bestehen. Das Baby sollte mit dem Kopf nach unten liegen und Mutter und Kind sollten gesund sein. Ob eine außerklinische Geburt in Frage kommt, bespricht die Hebamme mit den werdenden Eltern.
Während der Geburt begleitet eine erfahrene Hebamme die Familie. Sie betreut die Gebärende persönlich und unterstützt sie während der gesamten Geburt. So entsteht eine ruhige und vertraute Atmosphäre, in der viele Frauen sich sicher und gut aufgehoben fühlen. Kommt es während der Geburt zu unerwarteten Problemen, arbeitet die Hebamme eng mit einer Klinik zusammen. Falls nötig, wird die Geburt dort sicher weiter begleitet.
Wenn Sie sich eine natürliche Geburt mit persönlicher Betreuung wünschen, informieren Sie sich gern über die Möglichkeiten einer Hausgeburt oder einer Geburt im Geburtshaus.
Wichtig: Melden Sie sich möglichst früh in der Schwangerschaft bei einer Hebamme an. Manchmal gibt es nicht genug freie Plätze für alle Frauen.
Die Geburtskliniken in der Region bieten regelmäßig kostenlose Informationsabende rund um die Schwangerschaft an. Dort können Sie das Team kennenlernen, Fragen stellen und sich über den Ablauf der Geburt informieren. Häufig ist auch eine Besichtigung des Kreißsaals möglich. Die Termine finden Sie auf der Internetseite der jeweiligen Klinik.
Im Heidekreis-Klinikum Walsrode informieren unter anderem Fachärztinnen und Fachärzte für Geburtshilfe, Kinderheilkunde und Anästhesie sowie Hebammen und Stillberaterinnen über die Geburt und beantworten Ihre Fragen. Dort erhalten Sie auch Unterlagen für die Anmeldung zur Geburt. Diese können Sie zu Hause in Ruhe ausfüllen und später mitbringen oder vorab in der Klinik abgeben. Eine Anmeldung zur Geburt in nicht zwingend erforderlich. Einmal im Monat bietet das Klinikum außerdem einen Informationsabend für die erste Zeit nach der Geburt an. Themen sind unter anderem Stillen, Bonding, Ernährung und Pflege des Neugeborenen.
Das Heidekreis-Klinikum verfügt über eine Neugeborenen-Intensivstation. Dort können Frühgeborene oder kranke Neugeborene bei Bedarf besonders gut versorgt werden.
Auf der Wochenstation unterstützen Still- und Laktationsberaterinnen die Familien beim Stillen. Beratend und unterstützend steht Ihnen auch der Lotsendienst der Frühen Hilfen zur Verfügung. Nach der Geburt bleiben Mutter und Kind meist drei bis vier Tage im Krankenhaus. Das gilt in vielen Fällen auch nach einem Kaiserschnitt.
Packen Sie rechtzeitig vor der Geburt Ihre Tasche für die Zeit im Krankenhaus. Während des Klinikaufenthaltes erhält ihr Baby benötigte Kleidung und Windeln durch das Klinikum. Für den Nachhauseweg und für die Fotos in der Klinik sollten Sie eigene Babykleidung dabei haben.
Die vertrauliche Geburt ist ein Angebot für schwangere Frauen, die ihre Schwangerschaft oder Geburt geheim halten müssen oder möchten. Gründe können zum Beispiel eine persönliche Notlage, Gewalt oder die Angst vor den Folgen einer Schwangerschaft sein.
Von einer vertraulichen Geburt findet immer ein kostenloses und vertrauliches Gespräch in einer anerkannten Schwangerschaftsberatungsstelle statt. Die Beraterin oder der Berater unterliegt der Schweigepflicht. Die Schwangere nennt ihre echte Identität nur einmal in der Beratungsstelle. Danach erhält sie ein Pseudonym. Unter diesem Namen kann sie ihr Kind mit medizinischer Hilfe sicher in einer Klinik zur Welt bringen. Die persönlichen Daten werden verschlossen beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben aufbewahrt. Niemand außer der Beratungsstelle kennt die wahre Identität der Mutter.
Das Kind hat ab seinem 16. Geburtstag das Recht, Informationen über seine Herkunft zu erhalten. Ob die Daten herausgegeben werden, wird im Einzelfall nach den gesetzlichen Vorgaben geprüft.
Der Verlust eines Kindes in der Schwangerschaft oder rund um die Geburt ist für Eltern sehr schmerzhaft. Mit einem Kind waren Hoffnungen, Wünsche und Pläne für die Zukunft verbunden. Dieser Verlust verändert das Leben und braucht Zeit. Niemand muss diese schwere Zeit allein bewältigen. In dieser Zeit kann eine Hebamme begleiten, zuhören und unterstützen.
Weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation – FGM) ist eine schwere Menschenrechtsverletzung. Dabei werden die äußeren Geschlechtsorgane ohne medizinischen Grund teilweise oder vollständig entfernt oder verletzt. Betroffen sind vor allem Mädchen und junge Frauen.
FGM kann zu schweren gesundheitlichen und seelischen Folgen führen. Dazu gehören schwere Schmerzen, Blutungen, Infektionen, Probleme beim Wasserlassen und bei der Menstruation sowie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Auch während einer Schwangerschaft und Geburt kann FGM das Risiko für Komplikationen erhöhen. Viele Betroffene leiden zudem unter den psychischen Folgen der erlebten Gewalt.
Frauen und Mädchen mit FGM benötigen eine einfühlsame und fachkundige Begleitung. Hebammen können unterstützen, beraten und bei Bedarf spezialisierte Beratungs- und Behandlungsangebote vermitteln.