Der erzieherische Kinder- und Jugendschutz unterstützt Kinder, Jugendliche und ihre Familien dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und sicher sowie selbstbestimmt mit den Herausforderungen des Alltags umzugehen.
Durch Information, Beratung und präventive Angebote werde junge Menschen in ihrer Kritik- und Entscheidungsfähigkeit sowie ihrer Eigenverantwortung gestärkt. Gleichzeitig erhalten Eltern und andere Erziehungsberechtigte Unterstützung, um Kinder und Jugendliche vor gefährdenden Einflüssen zu schützen und sie in ihrer Entwicklung zu begleiten.
Die Themen reichen unter anderem von Mediennutzung und Suchtprävention bis hin zu Gewaltprävention, sexualisierter Gewalt und der Stärkung von Lebenskompetenzen.
Ziel des Fachbereiches Kinder, Jugend, Familie ist es präventiv, beratend und inklusiv zu unterstützen. Dabei sollen Teilhabe und Schutz stärker im Mittelpunkt stehen. In folgenden Bereichen werden Kinder und Familien sowie junge Menschen durch die Sozialen Dienste begleitet. Erziehungsberechtigte oder junge volljährige Personen können verschiedene Hilfen zur Unterstützung erhalten.
Die Sozialen Dienste teilen sich wie folgt auf:
Bezirkssozialdienst (BSD)
Teilhabe junger Menschen (TjM)
Pflegekinderdienst (PKD)/ Adoptionsvermittlung
Jugendhilfe im Strafverfahren
Ihre Anfragen gehen im Geschäftszimmer der Sozialen Dienste ein und werden entsprechend weitergeleitet.
Hinter schulischen Schwierigkeiten können ganz unterschiedliche Ursachen stecken. Häufig sind:
Suchen Sie frühzeitig das Gespräch mit Ihrem Kind und hören Sie aufmerksam zu, ohne vorschnell zu bewerten. Suchen Sie gemeinsam nach Lösungen. Bestehen die Probleme länger oder verschlimmern sich, sollten Sie Kontakt zur Klassenlehrkraft oder den Beratungslehrkräften der Schule aufnehmen. Auch die Schulsozialarbeit oder die Erziehungsberatungsstelle können unterstützen.
Die Jugendsozialarbeit ist ein verlässlicher Anker für junge Menschen an der Schwelle zum Erwachsenwerden. Das Ziel ist es, soziale Benachteiligungen abzubauen und individuelle Hürden gemeinsam zu überwinden. Es wird dort unterstützen, wo Hilfe gebraucht wird – vertraulich, freiwillig und lösungsorientiert. Kurz gesagt: Wir begleiten junge Menschen dabei, ihr Leben selbstbestimmt und erfolgreich zu gestalten.
Außerschulische Jugendbildung
Mit dem Jugendhof Idingen verfügt der Heidekreis über eine vorbildlich ausgestattete Bildungsstätte, die Kindern und Jugendlichen eine Vielzahl von Angeboten der kreativen, politischen, sozialen, gesundheitlichen, kulturellen, naturkundlichen und technischen Bildung anbietet. Ausgerichtet an den Methoden der Jugendarbeit stoßen diese Angebote auf eine breite Resonanz und erfreuen sich großer Beliebtheit.
Jugendsozialarbeit
An den Schnittstellen des Bildungs- und Beschäftigungssystems entstehen häufig „Lücken“, in die junge Menschen geraten können – etwa durch Schulabsentismus, einen fehlenden Abschluss oder beim Übergang aus der Jugendhilfe (Care Leaver). JUGEND STÄRKEN fungiert dabei als Bindeglied: Angebote und Akteure aus Schule, Arbeitsförderung und Jugendhilfe werden rechtskreisübergreifend vernetzt, um individuelle Lösungen dort zu ermöglichen, wo reguläre Wege enden.
Jugendwerkstatt “TuWat”
Eine Einrichtung für arbeitssuchende Jugendliche und junge Erwachsene zum Ausgleich sozialer Benachteiligungen beim Übergang von der Schule ins Berufsleben. Zur Zielgruppe gehören junge Menschen, (15 bis 27 Jahre) aus dem gesamten Landkreis Heidekreis, die aufgrund ihrer schulischen und persönlichen Situation zunächst kaum eine Chance haben, in den Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt integriert zu werden. Das “Tu Wat” versteht sich als Einrichtung für arbeitslose junge Menschen, die bereit sind, an ihrer Situation etwas zu verändern.
Eine Trennung oder Scheidung ist traurig, häufig emotional und belastend – sowohl für die betroffenen Kinder als auch für die Eltern. Mit einer Trennung der Eltern ist in der Regel eine Auflösung der bisherigen Familie verbunden. Es findet eine Neuorientierung statt. Das Elternpaar trennt sich, die Elternschaft bleibt bestehen.
Oft können Beziehungsprobleme vor, während und nach einer Trennung durch kompetente Hilfe von außen gelöst werden. Eltern haben Anspruch auf kostenlose Beratung und können umfangreiche und unbürokratische Hilfe bei einer Erziehungsberatung, Eheberatung oder Familienberatung beim Jugendamt oder freien Trägern bekommen. Durch eine frühzeitig Nutzung der Beratungsangebote können möglicherweise Konflikte gelöst und Trennungen vermieden werden. Auch in der Trennungsphase kann die Beratung dazu führen, gemeinsame konstruktive Lösungen zu finden, um den Interessen des Kindes zu entsprechen und es ihm zu ermöglichen, eine stabile und sichere Bindung zu beiden Elternteilen beizubehalten beziehungsweise aufzubauen.
Auch das Surfen im Internet will gelernt sein – vor allem, wenn es darum geht, die eigenen Daten zu schützen und mit ungeeigneten Inhalten umzugehen. Vor allem ist das Surfen für Kinder interessant, wenn sie etwas für ihre Hausaufgaben recherchieren oder für ein bestimmtes Thema brennen und mehr darüber herausfinden wollen. Hier ist es wichtig, Kindern dabei zu helfen, in der Flut an Informationen auch wirklich das zu finden, wonach sie suchen.
Kinder bis etwa zehn Jahren brauchen verständliche Informationen und geeignete Inhalte. Die Vielzahl an Treffern, die Google, Bing und Co. anbieten, kann ein Kind überfordern und auch mit ungeeigneten Inhalten konfrontieren, wie etwa Fotos von Kriegen oder Katastrophen. Daher ist es sinnvoll, Kindersuchmaschinen zu nutzen, die Kinder zu pädagogisch geprüften Angeboten weiterleiten. Auch auf altersgerechten Wissensseiten können Kinder schnell fündig werden.
Wenn Kinder die nötige Surferfahrung gesammelt haben, können sie auch auf Suchmaschinen für Erwachsene wechseln. Hier lassen sich Filter wie „Google SafeSearch“ in den Sucheinstellungen aktivieren. Aber: Kein Filter garantiert einen völligen Schutz vor unerwünschten Seiten. Am besten sprechen Eltern mit ihrem Kind darüber, dass es sich immer an sie wenden kann, wenn es etwas nicht versteht, Unterstützung braucht oder auf Seiten stößt, die es verunsichern.
Das Internet ist für Kinder vielfältig, aber nicht immer übersichtlich. Dafür gibt es zum Beispiel spezielle Kinderseiten und Kindersuchmaschinen. Sie helfen dabei, dass Kinder sich gut und sicher informieren und spielen können. Kinder nutzen aber auch Seiten und Angebote, die nicht für sie geeignet sind.
Spezielle Kinderseiten sind z.B.:
Hinweise zur Sicherheit im Netz sind z.B.:
Der Wunsch nach einem eigenen Smartphone ist bei Kindern und Jugendlichen groß. Jüngere Kinder lernen die Möglichkeiten des Smartphones am besten gemeinsam mit ihren Eltern kennen. Jedes zehnte Kind zwischen zwei und fünf Jahren besitzt mittlerweile ein eigenes Smartphone. Jedes fünfte Kind ein eigenes Tablet. Außerdem sind Abonnements bei Pay-TV-Anbietern oder Streamingdiensten in vielen Haushalten mit Kleinkindern vorhanden und werden auch vom Nachwuchs genutzt.
Die mobilen Geräte haben vielfältige Funktionen und ermöglichen den Heranwachsenden Zugang zur großen Online-Welt: Über Messenger und soziale Netzwerke chatten sie mit Freunden, auf YouTube schauen sie Videos und tauchen mit Games in virtuelle Spielwelten ein. Jede Anwendung hat dabei ihre ganz eigenen Regeln und Risiken, die junge NutzerInnen erst durchschauen müssen.
Digitale Spiele begeistern viele Kinder und Jugendliche: Verschiedene Genres wie Egoshooter oder Action-Games, Simulations- oder Strategiespiele, Modi für einzelne oder mehrere Spieler/ Spielerinnen und immer wieder neue Angebote für jede Altersstufe machen die Gaming-Welt so vielfältig. Eine riesige Auswahl an Games steht heutzutage auf Spieleportalen oder in den App-Stores zum Download bereit. Wenn Eltern die Begeisterung für das Gamen verstehen möchten, kann es helfen, das aktuelle Lieblingsspiel ihres Kindes einmal gemeinsam auszuprobieren und sich von der Heranwachsenden zeigen zu lassen, was an dem Trend-Game für sie besonders unterhaltsam ist.
Mit Freunden/ Freundinnen schreiben, angesagten Trends folgen und herausfinden, wer man ist – all das können Heranwachsende in sozialen Netzwerken. Auf den verschiedenen Plattformen wie TikTok, Snapchat oder Instagram gibt es dabei unterschiedliche Verhaltensregeln und Trends. Besonders für Jugendliche laufen soziale Kontakte oft über Social Media ab. Sie verfolgen, was ihre Freunden/ Freundinnen und Mitschülern/ Mitschülerinnen so machen, verteilen Likes und kommentieren. Vielleicht wollen sie selbst Bilder oder Videos von sich online teilen und sind gespannt, wie andere Gleichaltrige darauf reagieren. Das Erstellen eigener Posts kann die Kreativität fördern und regt die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität, Inszenierungen und medialen Körperbildern an. Für alle sozialen Netzwerke ist ein Mindestalter festgelegt, manchmal wird das Einverständnis der Eltern bei der Anmeldung vorausgesetzt. Am besten begleiten Eltern ihre Kinder Schritt für Schritt in die Welt der sozialen Medien und erkunden mit ihnen gemeinsam, was auf den verschiedenen Plattformen passiert.
Alkohol, Zigaretten, Vapes und andere nikotinhaltige Produkte gehören zu den am häufigsten konsumierten Suchtmitteln im Jugendalter. Viele Jugendliche kommen über Freundeskreis, soziale Median oder Werbung früh mit diesen Produkten in Kontakt.
E-Zigaretten sind elektronische Zigaretten. Statt Tabak wird darin eine Flüssigkeit, die man als „Liquid“ bezeichnet, erhitzt. Den dabei entstehenden Dampf inhalieren die Konsumentinnen und Konsumenten. Diesen Vorgang bezeichnet man als dampfen oder vapen. E-Zigaretten werden auch Vaporizer – kurz Vapes – genannt. Viele Raucherinnen und Raucher verwenden E-Zigaretten als vermeintlich weniger schädliche Alternative zum Tabakrauchen. Dabei werden die gesundheitlichen Risiken häufig unterschätzt.
Eltern spielen eine wichtige Rolle in der Prävention. Offene Gespräche, klare Regeln und ein vertrauensvoller Austausch helfen Kinder und Jugendlichen, Risiken besser einzuschätzen und selbstbewusste Entscheidungen zu treffen. Auch ein verantwortungsvoller Umgang der Eltern mit Alkohol und Nikotin wirkt präventiv.
Nach dem Jugendschutzgesetz gilt:
Tabak und Vapes:
Verkauf, Abgabe und Konsum sind für Personen unter 18 Jahren verboten.
Bier, Wein und Sekt:
Abgabe und Konsum sind erst ab 16 Jahren erlaubt.
Spirituosen, Alkopops:
Hochprozentige alkoholische Getränke sowie alkoholhaltige Mixgetränke dürfen erst an Personen ab 18 Jahren abgegeben werden.
Als arbeitsloser junger Mensch ist der Einstieg in die Arbeitswelt nicht immer ganz einfach. Nach der Schule oder Ausbildung kann es einige Zeit dauern, bis du einen passenden Ausbildungs- oder Arbeitsplatz findest. Gründe dafür können sein
Die Arbeitslosigkeit kann sich auf deine finanzielle Situation und deine berufliche Zukunft auswirken. Unterstützung durch Berufsberatung, Weiterbildungen und Arbeitsvermittlungen kann dir dabei helfen, einen geeigneten Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu finden.
Für arbeitslose Jugendliche orientiert sich die Jugendberufshilfe an dem Grundsatz, junge Menschen in Ihrer Entwicklung zu fördern und zu einer eigenverantwortlichen Persönlichkeit zu erziehen. Sie verfolgt somit einen ganzheitlichen Ansatz der Persönlichkeitsentwicklung. Im Mittelpunkt der Angebote der Jugendberufshilfe steht die soziale Integration. Im Projekt JUGEND STÄRKEN und der Jugendwerkstatt TuWat werden junge Menschen bei der schulischen und beruflichen Ausbildung und der Eingliederung in die Arbeitswelt unterstützt.
Nach wie vor ist der Fernseher das Familienmedium Nummer eins und fasziniert auch schon die Jüngsten. Doch Fernsehen will gelernt sein – genau wie der Umgang mit Buchstaben und Zahlen. Mit drei Jahren beginnen Kinder, einfache geradlinige Geschichten zu verstehen, die mit wenigen Figuren auskommen und positive Botschaften haben. Kinder im Vorschulalter nehmen die bunten, bewegten Bilder noch als wirkliche Welt wahr. Für TV-EinsteigerInnen eignen sich Filme und Sendungen ohne Werbeunterbrechungen. Je älter Kinder werden, desto interessanter sind Formate wie Castingshows und Reality-TV. Das können Eltern als Anlass nehmen, mit ihren Kindern über Inszenierung, Klischees und Vorurteile im Fernsehen zu sprechen. Immer häufiger werden Filme und Serien auch online geschaut. Hier gilt es, aufmerksam zu sein und zudem auf den technischen Jugendschutz zu achten.