Alle Eltern mit einem neugeborenen Kindern erhalten im Heidekreis eine kostenlose Willkommenstasche. Sie enthält nützliche Informationen, Flyer und kleine Geschenke. Die Inhalte sind auf Ihren Wohnort abgestimmt und informieren über Angebote in der Nähe.
In der Tasche sind unter anderem:
Zusätzliche enthält die Tasche Informationen und Angebote Ihrer Stadt, (Samt-) Gemeinden und dem gemeindefreien Bezirk Osterheide.
So erhalten Sie die Tasche:
Bei Fragen hilft Ihnen die Netzwerkkoordination Frühe Hilfen gern weiter.
Bonding bedeutet, dass Eltern und Baby sich direkt nach der Geburt ganz nah sind. Das Baby liegt dabei möglichst ungestört auf der nackten Haut von Mutter oder Vater. Dieser enge Kontakt ist wichtig.
Hautkontakt, Wärme, Blickkontakt und die Stimmer helfen dabei, eine enge Bindung aufzubauen. Das Baby fühlt sich sicher und geborgen und das Vertrauen wird von Anfang an gestärkt. Dieser enge Kontakt ist wichtig- unabhängig davon, ob Sie stillen oder Ihrem Baby die Flasche geben möchten.
Muttermilch ist die natürliche Nahrung für Ihr Baby. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, Babys in den ersten sechs Lebensmonaten ausschließlich zu stillen. In dieser Zeit enthält Muttermilch alles, was Ihr Baby für eine gesunde Ernährung braucht. Zusätzliche Flüssigkeit ist bei voll gestillten Babys in der Regel nicht nötig.
Muttermilch bietet viele Vorteile:
Gut zu wissen:
Von einer Frühgeburt spricht man, wenn ein Baby vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche geboren wird. Ein niedriges Geburtsgewicht allein bedeutet nicht automatisch, dass ein Kind zu früh geboren ist.
Eine Frühgeburt ist für Eltern und Familie oft ein große Herausforderung. Viele Frühgeborene benötigen zunächst eine intensive medizinische Betreuung auf einer Neugeborenen- oder Intensivstation. Diese Zeit kann Sorgen und viel Fragen mit sich bringen. Auch wenn Ihr Baby medizinisch versorgt wird, sind Sie als Eltern sehr wichtig. Sprechen Sie mit Ihrem Kind, berühren Sie es sanft und verbringen möglichst viel Zeit bei ihm. Wenn es der Gesundheitszustand Ihres Kindes zulässt, fördert Hautkontakt (Känguruhen) die Bindung und unterstützt die Entwicklung Ihres Babys.
Muttermilch ist besonders für Frühgeborene wertvoll. Falls direktes Stillen zunächst nicht möglich ist, kann die abgepumpte Muttermilch gegeben werden.
Gut zu wissen:
Vor und nach der Geburt gibt es einige Anträge und Formalitäten zu erledigen.
Vor der Geburt und je nach persönlicher Situation:
Nach der Geburt
Nehmen Sie sich nach der Geburt Zeit für Ihre Erholung und Ihr Baby. Wenn Sie Unterstützung benötigen, kann eine vertraute Person viele Behördengänge mit einer schriftlichen Vollmacht für Sie erledigen. Viele Anträge können online gestellt werden.
Das Wochenbett beginnt direkt nach der Geburt und dauert etwa 6-8 Wochen. In dieser Zeit erholt sich Ihr Körper von der Schwangerschaft und Geburt. Die Gebärmutter bildet sich zurück, die Milchbildung beginnt und der Beckenboden braucht Zeit, um wieder kräftiger zu werden. Der Wochenfluss dauert meist 4-6 Wochen. Er verändert sich im Lauf der Zeit und wird immer heller. Verwenden Sie Binden statt Tampons und achten Sie auf eine gute Hygiene.
Auch seelisch ist das Wochenbett eine besondere Zeit. Stimmungsschwankungen sind in den ersten Tagen nach der Geburt häufig. Gönnen Sie sich viel Ruhe und nehmen Sie Hilfe von Familie und Freunden an. Lernen Sie ihr Baby in Ruhe kennen und verbringen Sie viel Zeit miteinander.
Nach der Geburt braucht Ihr Körper Zeit um sich zu erholen. Besonders Beckenboden- und Bauchmuskulatur müssen sich langsam regenerieren. Schonen Sie Ihren Beckenboden:
Wichtig: Melden Sie sich möglichst früh in der Schwangerschaft bei einer Hebamme an. Manchmal gibt es nicht genug freie Plätze für alle Frauen.
Die U-Untersuchungen begleiten die Entwicklung Ihres Kindes von der Geburt bis ins Jugendalter. Sie helfen dabei, Krankheiten oder Entwicklungsauffälligkeiten früh zu erkenn und bei Bedarf rechtzeitig zu behandeln.
Bei jeder Untersuchung werden zum Beispiel:
Alle Ergebnisse werden im gelben Kinderuntersuchungsheft dokumentiert. Bringen Sie das Untersuchungsheft und den Impfpass zu jeder Vorsorgeuntersuchung mit. Die regelmäßige Teilnahme an den U-Untersuchungen ist wichtig, damit Ihr Kind gesund aufwachsen kann.
Die Geburt eines Kindes verändert das Leben. In den ersten Tagen nach der Geburt erleben viele Mütter Stimmungsschwankungen. Das intensive und erschöpfende Geburtserlebnis wird verarbeitet. Sie fühlen sich vielleicht traurig, erschöpft, müde, gereizt, oder müssen ohne erkennbaren Grund weinen.
Dieser Babyblues ist häufig und klingt meist mach wenigen Tagen bis spätestens nach zwei Wochen von selbst wieder ab. Ruhe, Schlaf und die Unterstützung durch Partner oder Partnerin, Familie, Freunde oder Nachbarn kann helfen.
Halten die Beschwerden länger an, werden stärker oder Sie fühlen sich dauerhaft niedergeschlagen, antriebslos, ängstlich oder überfordert, kann dies auf eine Wochenbettdepression hinweisen. Diese ist gut behandelbar. Sprechen Sie frühzeitig mit Ihrer Hebamme, Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Frauenärztin, Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin.
Babys haben eine sehr empfindliche Haut. Deshalb brauchen sie eine sanfte Pflege. Verwenden Sie nur wenige oder gut verträgliche Pflegeprodukte.
Die Verlinkungen bieten Ihnen weitere und genauere Informationen zum Thema Säuglingspflege.
Der plötzliche Säuglingstod (SIDS) ist sehr selten. Dabei stirbt ein Baby unerwartet im Schlaf, ohne dass zunächst eine eindeutige Ursache gefunden wird. Das Risiko ist in den ersten Lebensmonaten am größten und nimmt nach dem ersten Geburtstag deutlich ab.
Die genaue Ursache ist bis heute nicht vollständig geklärt. Forschungen haben aber gezeigt, dass Sie das Risiko mit einfachen Maßnahmen deutlich verringern können.
Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen berät jede Kinderärztin und jeder Kinderart zu diesem Thema.
Von der Geburt an sind Sie für die Sicherheit Ihres Kindes verantwortlich. Babys und Kleinkinder können Gefahren noch nicht erkennen. Sie brauchen Ihren Schutz und Aufmerksamkeit. Achten Sie zum Beispiel auf
Mit jedem Entwicklungsschritt wird Ihr Kind neugieriger und beweglicher. Deshalb ändern sich auch die Unfallgefahren. Häufige Risiken sind:
Lassen Sie Ihr Baby nie unbeaufsichtigt auf dem Wickeltisch liegen oder anderen erhöhten Flächen. Trinken Sie keine heißen Getränke, wenn Sie Ihr Kind auf dem Arm haben. Bewahren Sie gefährliche Gegenstände außerhalb der Reichweite Ihres Kindes auf.
Ganz wichtig: Schütteln Sie niemals Ihr Baby! Das kann zu schweren und bleibenden Schäden führen. Wenn Sie sich überfordert fühlen, Ihr Baby sehr viel schreit und sich nicht beruhigen lässt, legen Sie es sicher ins Bett oder auf dem Boden ab und verlassen Sie für einen kurzen Moment den Raum. Holen Sie sich Hilfe zur Unterstützung, wenn Sie diese brauchen.
Guter Schlaf ist wichtig für die gesunde Entwicklung Ihres Babys. Jedes Baby schläft anders. In den ersten Lebensmonaten gibt es noch keinen festen Nachtrhythmus. Das entwickelt sich erst mit der Zeit.
Babys schlafen besser ein, wenn Sie sich sicher und geborgen fühlen. Nähe, Körperkontakt und eine liebevolle Begleitung helfen Ihnen dabei. Feste Rituale, zum Bespiel leises Singen, Vorlesen oder sanftes Kuscheln, können das Einschlafen erleichtern. Es ist normal, dass Babys nachts aufwachen und die Nähe Ihrer Eltern brauchen.
Manche Babys weinen oder schreien besonders viel und lassen sich nur schwer beruhigen. Das ist für Eltern oft sehr belastend. Diese Babys brauchen besonders viel Ruhe, Nähe und Unterstützung, um sich zu beruhigen. Mit zunehmendem Alter wird das Schreien bei den meisten Kindern deutlich weniger. Wenn Ihr Baby viel schreit, versuchen Sie ruhig zu bleiben. Tragen, Wiegen, sanftes Sprechen oder Körperkontakt können helfen.
Ein Schreibaby ist ein Säugling, der täglich mehr als drei Stunden an mindestens drei Tagen der Woche über mehr als drei Wochen aus unerklärlichen Gründen schreit und sich kaum beruhigen lässt. Das Schreien tritt oft plötzlich auf, wenn sich das Baby kurz zuvor noch anscheinend wohl gefühlt hat. Schütteln Sie Ihr Baby niemals. Sprechen Sie mit Ihrer Hebamme, Kinderarzt bzw. Kinderärztin oder nutzen Sie das unterstützende Angebot den Frühen Hilfen.
Rauchen ist in der Schwangerschaft und Stillzeit schädlich- für Sie und Ihr Baby. Am besten ist es, gar nicht zu rauchen. Ein Rauchstopp lohnt sich jederzeit. Jede nicht gerauchte Zigarette schützt Ihr Kind.
Ein rauchfreies Leben senkt das Risiko für:
Auch in der Stillzeit sollten Sie möglichst nicht rauchen. Schadstoffe aus dem Tabak gelangen in die Muttermilch. Stillen ist trotzdem die beste Ernährung für Ihr Baby. Wenn Sie rauchen sprechen Sie mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin über Unterstützung beim Rauchstopp.
Schützen Sie Ihr Baby auch vor Passivrauchen. Rauchen Sie nicht in der Wohnung, im Auto oder in der Nähe Ihres Kindes. Das gilt auch für andere Personen. Auch E-Zigaretten, Vapes, Tabakerhitzer und Wasserpfeifen (Shishas) sind in der Schwangerschaft nicht sicher und sollten vermieden werden.
Impfungen schützen Ihr Kind vor schweren Infektionskrankheiten. Sie gehören zu den wichtigsten Maßnahmen, um Krankheiten vorzubeugen. Wenn viele Menschen geimpft sind, können sich Krankheitserreger schlechter verbreiten.
Hier finden Sie Informationen zu den empfohlenen Schutzimpfungen für Kinder. Ihr Kinderarzt oder Ihre Kinderärztin berät Sie zu jeder Vorsorgeuntersuchung zu erforderlichen Impfungen.
Das erste Lebensjahr ist eine wichtige Zeit für die Entwicklung eines Kindes. Jedes Kind entwickelt sich auf seine eigene Art und in seinem eigenen Tempo. Es lernt jeden Tag etwas Neues und macht körperliche, geistige und seelische Fortschritte. Liebe, Zuwendung und Anerkennung geben dem Kind Sicherheit und unterstützen seine gesunde Entwicklung. Wenn Schwierigkeiten auftreten, kann eine frühzeitige Unterstützung durch Fachkräfte dem Kind und der Familie helfen.
In den ersten Lebensmonaten ist Muttermilch die beste Nahrung für Ihr Baby. Wenn Stillen nicht möglich ist, erhält Ihr Baby eine geeignete Säuglingsnahrung.
Etwa ab dem 5. bis 7. Lebensmonat können Sie mit der Beikost beginnen. Der richtige Zeitpunkt hängt von der Entwicklung Ihres Kindes ab. Anzeichen dafür sind zum Beispiel, dass
Es gibt keinen festen Plan, in welcher Reihenfolge Breie oder andere Lebensmittel eingeführt werden müssen. Wichtig ist, dass Ihr Baby nach und nach verschiedene Lebensmittel kennenlernt. Die Mahlzeiten am Familientisch helfen Ihrem Kind, Neues auszuprobieren und von anderen zu lernen.
Auch nach Beginn der Beikost bleibt Milch im ersten Lebensjahr ein wichtiger Bestandteil der Ernährung. Essen soll Freude machen- ohne Druck oder Zwang. Für eine gesunde Ernährung sind außerdem eine rauchfreie Umgebung und, wenn möglich, das Weiterstillen während der Beikost empfehlenswert.
Bei Fragen zu Ernährung beraten Sie Ihre Hebamme oder ihre Kinderarztpraxis.
Spielen ist für Ihr Baby wichtig. Es unterstützt die körperliche, geistige und seelische Entwicklung. Beim Spielen lernt ihr Baby seine Umwelt kennen. Es greift nach Dingen, betrachtet sie, fühlt sie mit den Händen und nimmt viele Gegenstände auch mit dem Mund wahr. So sammelt es wichtige Erfahrungen.
Nach und nach entdeckt Ihr Baby, dass es mit seinen Bewegungen etwas bewirken kann. Es schüttelt eine Rassel, drückt auf ein Spielzeug oder stößt einen Ball an. Dadurch lernt es den Zusammenhang zwischen seinem Handeln und dem, was passiert.
Jedes Kind entwickelt sich in seinem eigenen Tempo. Deshalb interessieren Babys je nach Alter und Entwicklungsland unterschiedliche Spielsachen. Am wichtigsten sind Spielangebote, die zum Alter passen und Freude machen. Gemeinsames Spielen, Singen und Vorlesen fördern zusätzlich die Entwicklung und stärken die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Kind.
Manche Kinder kommen mit einer Erkrankung oder Behinderung zur Welt. Andere entwickeln besondere Unterstützungsbedarfe erst in den ersten Lebensjahren. Die Ursachen können sehr unterschiedlich sein.
Frühförderstellen bieten Beratung, Förderung und Begleitung für Kinder und ihre Familien. Dort arbeiten Fachkräfte aus verschiedenen Bereichen, zum Beispiel Medizin, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Psychologie und Heilpädagogik. Die Förderung kann die Bewegung, Sprache, Wahrnehmung, Kommunikation und Selbstständigkeit Ihres Kindes unterstützen.
Je nach Alter und Bedarf gibt es weitere Hilfen, zum Beispiel inklusive oder heilpädagogische Kindertagesbetreuung, Unterstützung in der Schule oder andere Leistungen zur Teilhabe.
Benötigt Ihr Kind wegen einer Erkrankung oder Behinderung dauerhaft mehr Pflege als andere Kinder gleichen Alters, können Sie einen Pflegegrad bei der Pflegekasse beantragen. Die Pflegekasse gehört zu ihrer Krankenkasse. Über den Antrag entscheidet der Medizinische Dienst nach einer Begutachtung.
Unterstützung im Vorschulalter
Unterstützung im schulpflichtigen Alter
Gut zu wissen:
Je nach Unterstützungsbedarf können Anträge bei verschiedenen Stellen notwendig sein, zum Beispiel bei der Pflegekasse, der Krankenkasse oder dem zuständigen Sozial- und Jugendhilfeträger. Ein Antrag ist zunächst eine ergebnisoffene Prüfung des individuellen Unterstützungsbedarfs Ihres Kindes. Erst danach wird entschieden, ob und welche Hilfen oder Leistungen gewährt werden.