Weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation – FGM) ist eine schwere Menschenrechtsverletzung. Dabei werden die äußeren Geschlechtsorgane ohne medizinischen Grund teilweise oder vollständig entfernt oder verletzt. Betroffen sind vor allem Mädchen und junge Frauen.
FGM kann zu schweren gesundheitlichen und seelischen Folgen führen. Dazu gehören schwere Schmerzen, Blutungen, Infektionen, Probleme beim Wasserlassen und bei der Menstruation sowie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Auch während einer Schwangerschaft und Geburt kann FGM das Risiko für Komplikationen erhöhen. Viele Betroffene leiden zudem unter den psychischen Folgen der erlebten Gewalt.
Frauen und Mädchen mit FGM benötigen eine einfühlsame und fachkundige Begleitung. Hebammen können unterstützen, beraten und bei Bedarf spezialisierte Beratungs- und Behandlungsangebote vermitteln.